Regenerative Ästhetik

PRP-Therapie: Eigenblut-Plasma für Haut und Haare

Wie PRP gewonnen wird, was die Forschung für Haarverlust und Haut zeigt und warum Protokolle, Risiken und Erwartungen offen besprochen werden müssen.

Aufbereitetes Plasma für eine PRP-Behandlung
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Was ist PRP?

PRP steht für plättchenreiches Plasma. Nach einer Blutentnahme werden Bestandteile durch Zentrifugation getrennt; eine plättchenreichere Fraktion wird anschließend für die geplante Anwendung vorbereitet.

Aufbereitungssysteme, Zellkonzentrationen und Aktivierung unterscheiden sich. Deshalb ist PRP kein überall identisches Produkt und Studienergebnisse lassen sich nur eingeschränkt übertragen.

Ablauf einer Behandlung

Vorab werden Ziel, Diagnose, Medikamente, Blutgerinnung, Infektionen und weitere Risiken besprochen. Nach Entnahme und steriler Aufbereitung wird PRP je nach Indikation injiziert. Schmerzen, kleine Blutungen, Schwellung und Blutergüsse sind möglich.

Die Zahl der Sitzungen und Abstände darf nicht pauschal versprochen werden. Sie hängt von Indikation, Protokoll, Verlauf und gemeinsamer Neubewertung ab.

PRP bei Haarverlust

Systematische Übersichten beschreiben mögliche Verbesserungen von Haardichte oder -dicke bei androgenetischer Alopezie. Gleichzeitig bestehen Heterogenität, unterschiedliche Vergleichsgruppen und methodische Grenzen.

PRP hilft nicht bei jeder Ursache. Entzündliche, autoimmune, vernarbende oder mangelbedingte Formen benötigen eine ursachenbezogene Behandlung.

PRP für Gesicht und Haut

Für Hauttextur und regenerative Ziele werden verschiedene Injektions- und Kombinationsprotokolle angeboten. Die Evidenz ist je nach Ziel begrenzt und liefert keine Garantie für Straffung, Narbenkorrektur oder gleichmäßige Verjüngung.

Risiken und Gegenanzeigen

Trotz Eigenblut sind Schmerzen, Hämatome, Schwellung, Infektion und vorübergehende Reizung möglich. Gerinnungsstörungen, bestimmte Medikamente, aktive Infektionen und relevante Blut- oder Allgemeinerkrankungen können gegen eine Behandlung sprechen oder zusätzliche Abklärung verlangen.

PRP ist nicht dasselbe wie ein Plasma-Pen: Letzterer arbeitet mit elektrischer Entladung an der Haut und hat ein anderes Risiko- und Evidenzprofil.

Häufige Fragen

01Wie viele PRP-Sitzungen sind nötig?

Es gibt kein universelles Schema. Indikation, Aufbereitung, Verlauf und Evidenz bestimmen die individuelle Planung.

02Hilft PRP bei jeder Form von Haarausfall?

Nein. Die Ursache muss zuerst geklärt werden; viele Formen benötigen andere Behandlungen.

03Ist PRP dasselbe wie ein Plasma-Pen?

Nein. PRP ist aufbereitetes Eigenblutplasma; ein Plasma-Pen erzeugt eine elektrische Entladung an der Haut.

Quellen und weiterführende Informationen